
In der Fertigung gibt es ein festes Verfahren: Ein kaltes Glasblatt wird auf die Schneidematte gelegt – bereits dabei entstehen erste Risse im Glas. Der lokale Wärmeschlag führt zu Mikrorissen, bevor das Schneiden überhaupt beginnt. Jedes beschädigte Glasblatt bedeutet einen Verlust, den man nicht wieder gutmachen kann. Wir haben spezielle Vorkalibrierungsleuchten entwickelt, um diesen Verschwendungszustand bereits in der Anfangsphase zu verhindern – indem das Glasblatt auf eine stabile, gleichmäßige Temperatur gebracht wird, bevor mit dem Schneiden begonnen wird.
Die Leuchten nutzen kurzwelliges Infrarotlicht mit schneller Reaktionszeit. Dadurch wird die Glasoberfläche erhitzt, ohne dass die Luft zu einem „Ofen“ wird. So entsteht eine gleichmäßige Temperaturverteilung auf der gesamten Glasfläche – dadurch entstehen keine kühlen Stellen an den Rändern sowie keine starken Temperaturunterschiede, die zum Bruch des Glases führen könnten. Die Leistung der Leuchten passt sich der Schnelligkeit des Schneidvorgangs an; die Leistungsdichte ist für Glasstärken von 4–12 mm sowie für beschichtetes Glas optimiert. Dadurch bleiben die Ergebnisse von Schicht zu Schicht konstant. Die Wärme wird nur dann erzeugt, wenn sie benötigt wird – nicht durch das Betreiben eines ganzen Ofens – wodurch der Energieverbrauch minimiert wird.
Was das in der Praxis bedeutet: Weniger Ausschuss aufgrund von Rissen an den Rändern oder Mikrorissen. Zudem bleibt die Schneiddicke in jedem Batch konstant. Dadurch sinkt der Energieverbrauch pro Quadratmeter. Die Lebensdauer der Leuchten ist besser als bei älteren Halogenmodulen. Zudem kommen es zu weniger unplanmäßigen Stopps zur Nachbearbeitung. Die Leuchten können direkt als Ersatz für die vorhandenen Schneidmaschinen verwendet werden. Die Bedienoberfläche macht die Bedienung für die Mitarbeiter einfach.
Die Installation erfolgt dabei nur durch Anpassung der Spannung sowie des Abstands zwischen den Leuchten und der Glasfläche. Die Leuchten müssen parallel zur Glasfläche angeordnet werden – außerdem muss genügend Abstand gewahrt werden, damit es keine Hotspots gibt. Sobald alles eingestellt ist, wird die Vorkalibrierungszone direkt vor der Schneidklinge aktiviert – in der Regel für 2–4 Sekunden. Die Daten helfen dabei, die Einstellungen bezüglich der Glasdicke und der Emissivität anzupassen.